15. März 2020

Welches Moped?

Das richtige Motorrad...

Ich habe von Motorradreisenden gelesen, die ständig Probleme mit Wasserkühlsystem, Elektronik, ABS-Bremse etc. hatten. Aber damit ist es ja nicht getan, viele mussten sich auch die Teile aus Europa oder sogar direkt aus Deutschland anliefern lassen. Dies verursacht Kosten und ist vor allem nervenraubend.

Für mich war es also wichtig eine zuverlässige Enduro zu finden, welche keinen unnötigen Schnickschnack verbaut hat, die sich leicht warten lässt und bei der die Ersatzteilverfügbarkeit auch im asiatischen Raum gegeben ist.

 

Daher musste es definitiv ein alter Japaner werden!

 

Außerdem sollte sie auch keinen all zu hohen Verbrauch haben und ein geringes Gewicht vorweisen.

Daher war für mich eine 600/650ccm Machine auch am naheliegendsten.

Da sind für mich nur drei Modelle in Frage gekommen: Die Honda Transalp, die Yamaha XT 600 Ténéré und die Suzuki DR650.

 

Die Transalp musste ich, obwohl sie eigentlich mein Favorit war, direkt ausschließen. Sie verbraucht mir einfach zu viel und kostet in der Anschaffung im Vergleich zu den anderen beiden Maschinen erheblich mehr.

 

Also wohl doch ein Eintopf!

 

Die XT 600 ist wohl das schönste, kultigste und auch das gemütlichste von den drei Motorrädern, aber nach ein paar Probefahrten kann ich sie mir nicht für eine Weltreise vorstellen. Mein Begleiter sollte etwas schlanker, wendiger und auch etwas sportlicher sein. Außerdem fehlt mir bei dem Moped so ein bisschen Power unterm Hintern. 

 

Was ist mit der DR?

 

Die DR 650 fand ich von vorne rein klasse.

Mit dem Leergewicht von gerade mal 154 Kg (!), einem 21“ Vorderrad und dem außerordentlich einfachen Handling sowohl auf Straße als auch im Gelände, hat mich dieses Motorrad sofort umgehauen. Die DR 650 hat an Technik wirklich nur das nötigste verbaut (und damit meine ich gar nichts), was natürlich auch bedeutet, dass weniger kaputt gehen kann. ;-)

 

Außerdem sehr Erwähnenswert:

Es hat sich eine sehr große Community für die DR-Szene entwickelt. Es gibt mehrere Foren, wo man sich Rat abholen kann und sogar einen freien Ersatzteil/Tuning-Händler, der auch nützliches, eigenproduziertes Zubehör anbietet.

 

Kurzer Erfahrungsbericht nach einem Jahr:

Ich bin auch nach einem Jahr immer noch absolut überzeugt!

Durch das geringe Gewicht macht das Fahren im Gelände einfach nur Spaß. Auf der Straße kommt man auch flott voran, kein flattern o.ä. über 100km/h. Das Motorrad legt sich, selbst mit ordentlich Ladung, super in die Kurve. Den Ölverbrauch würde ich als "normal" einstufen (ca. 1L/4000KM).

Praktisch ist, dass man die Sitzbank mit dem Zündschlüssel öffnen kann und somit direkt an die Batterie kommt. Außerdem lassen sich alle Karosserieteile und Tank sehr fix abnehmen und dann ist so ziemlich alles am Motor gut erreichbar ohne großen Aufwand zu betreiben.

Ich habe am Moped so ziemlich jedes Teil schon mal ausgebaut oder getauscht und brauchte nicht einmal eine Hebebühne. oder musste den Motor ausbauen.

 

Ein paar Dinge haben dann aber doch gefehlt oder gestört, was genau erfährst du hier: Umbau / Wartung

Technisches:

Model:

Suzuki DR 650 RSE (SP43B) 1996

Hubraum:

641ccm

Leistung:

33KW / 45PS bei 6800 U/M

Verbrauch:

ca. 4,5L/100KM

Tank:

20 Liter (davon 3L Reserve)

Reichweite

350-400KM (bis zur Reserve)

Leergewicht:

154 KG

Vorderrad:

21 Zoll

Sitzhöhe:

89cm
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